Leistungserbringer

  Zurück

Das Gesundheitsnetz

Patienten, ambulante und stationäre Leistungserbringer bilden ein komplexes und weitverzweigtes Netz im deutschen Gesundheitssystem. Dieses System bietet im internationalen Vergleich eine gute Gesamtleistung und hat unter allen europäischen Systemen die größte Freiheit in der Wahl von Behandlungsmöglichkeiten und gutem Zugang zu jedem Zeitpunkt.

Unser Ziel ist es, für alle Beteiligten im System ein gesundes Netz zu schaffen und in allen Situationen zu erhalten: amanzii – Das Gesundheitsnetz.

Privatnutzer und Patienten profitieren von komfortablem Zugang zu Versorgungsleistungen und weitreichenden Organisations- und Unterstützungsleistungen zur Pflege und Erhaltung der Gesundheit.

Leistungserbringer, Versorgungs- und Pflegeeinrichtungen, Dienstleister und andere gewerbliche Nutzer profitieren von einer deutlich vergrößerten Reichweite sowie umfassender technischer Unterstützung bei der Leistungserbringung sowie deren Planung und Organisation.

Kliniken und Aufnahmeeinrichtungen profitieren von erheblichen Effizienzgewinnen durch Digitalisierung im Entlass- und Überleitungsmanagement sowie durch Resilienz im Krisenfall mithilfe unserer Beratungs- und Organisationsangeboten.

Risiko und Resilienz in der VUCA–Welt des Gesundheitssystems

Eine Welt voller Volatilität („volatility“), Ungewissheit („uncertainty“), Komplexität („complexity“) und Mehrdeutigkeit („ambiguity“) stellt heute für alle Entscheidungsträger im Bereich des Gesundheitswesens eine Herausforderung dar. Der Begriff der VUCA-Welt entstand erstmals nach Ende des kalten Krieges und beschrieb den damaligen Zustand, als plötzlich die einfache Sichtweise eines gemeinsamen Feindes gegenüber einer vielseitigen Betrachtungsweise von Problemen weichen musste (Kinsinger und Walch 2012, zitiert nach Lawrence 2013: 3). Mit der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung hat dieser Begriff wieder an Bedeutung gewonnen.

Krankenhäuser und deren Kooperationspartner sind relevante Knotenpunkte im Netz des Gesundheitssystems. Kritische Herausforderungen können diese Knotenpunkte und deren System, in welches diese eingebunden sind, schwächen. In der VUCA-Welt können diese Herausforderungen aus allen Bereichen kommen, die unser alltägliches Leben und dessen Abläufe beeinflussen, wie zum Beispiel Wetter- und Klimaveränderungen, die Lieferketten unterbrechen oder viele Menschenleben gefährden können oder, wie aktuell, Pandemien, bei denen kurzfristig ein erhöhter Bedarf an Fachkräften oder Material entsteht.

Das Risikomanagement beschäftigt sich seit langem mit dieser Art von Problemen und hilft bei der Identifikation und Analyse von Risiken, bewertet, überwacht und versucht diese zu beherrschen. Ein negativer Ausgang, mit dem Verlust und Schäden verbunden sind, wird hiermit versucht zu umgehen. Das Risikomanagement ist relevant, bevor ein kritisches Szenario eintritt. Die VUCA-Welt zeigt jedoch die Schwächen der reinen Risikobetrachtung auf: Pläne des Risikomanagements sind vor allem szenariobasiert, berufen sich auf Daten aus der Vergangenheit und bieten deshalb nur einen Schutz gegenüber dem bereits Bekannten.

Der Begriff der Resilienz wurde im Rahmen der Psychologie geprägt und betrachtet keine Ursachen und Probleme, sondern legt den Fokus auf die Stärkung von Ressourcen und Lösungen. Die systemische Denkweise bietet im Gegensatz zu einer szenario-basierten Risikobetrachtung eine höhere Flexibilität und somit eine bessere Anpassung an die VUCA-Welt.

Das Resilienz-Konzept als Akzeptanz des Unvermeidbaren

Die Betrachtung der Resilienz eines Unternehmens, wie zum Beispiel das eines Krankenhauses bietet einen weiterführenden Ansatz zum Risikomanagement. Hier steht nicht das Risikoszenario im Fokus, sondern die Fähigkeit einer Einrichtung eine kritische Herausforderung ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen und „zurückzuspringen“. Der Fokus liegt auf Prozessen während und nach einer hohen Belastung.

Eine hohe Resilienz geht häufig mit einem stabilen Netzwerk einher. Probleme und Versagen im Bereich von Lieferketten sind ein Beispiel von mangelnder Resilienz eines Systems. Aufgrund der linearen Betrachtungsweise einer Lieferkette genügt der Eintritt eines einzelnen Risikos und es kommt zur Störung derselben. Die Auflösung der Linearität durch die Ausbildung von Resilienzen führt zu einem systemischen Denkansatz in Form eines Liefernetzes.

Ein netzwerkorientiertes Handeln wird durch VUCA-Überlebensstrategien in einer VUCA-Welt gestützt: Die Vision („vision“) eines Soll-Zustandes schaffen, komplexe Zusammenhänge verstehen und erkennbar machen („understanding“), Klarheit schaffen („clarity“), um fokussiert zu bleiben, sowie Anpassungsfähigkeit und Agilität fördern („agility“).

Vision („vision“)

Das amanzii – Gesundheitsnetzwerk stärkt mit einem Resilienz-Konzept und dessen zugrundeliegendem netzwerkorientierten Ansatz die Widerstandsfähigkeit von Krankenhäusern und deren Kooperationspartnern. Krankenhäuser und deren Partner sind Knotenpunkte in einem Netzwerk, doch häufig fehlt eine Gesamtübersicht. Diese Problematik entsteht durch natürliche Phänomene und Gesetzmäßigkeiten eines Netzes:

  • Eine „Große Welt“ führt zu Orientierungslosigkeit innerhalb des Netzwerks und zu einem Mangel an Informationen.
  • Aufgrund einer vorhandenen „Skalenfreiheit“ ohne direkte Verbindungen in einem Netzwerk, sind Kooperationspartner nicht miteinander verknüpft und es entsteht ein „instabiles“ Netzwerk.

Das Ziel der amanzii GmbH ist, ein „gesundes“ und transparentes Netzwerk für Krankenhäuser und deren Kooperationspartner zu schaffen, und damit die Resilienz der zu stärken.

Verstehen („understanding“)

Die amanzii GmbH hilft bei der Abstraktion eines Netzwerks, in welchem ein Krankenhaus agiert und veranschaulicht die Netzwerklandschaft graphisch. Dabei strebt sie die Kopplung von Knotenpunkten an, um alte Bindungen zu Kooperationspartnern zu stärken und zu optimieren und neue zu gewinnen. Durch die Abstraktion und Kopplung fördert amanzii den Ausbau und die Dynamik des Netzwerkes, sowie eine bessere Übersicht über das System. amanzii analysiert dabei Stärken und Schwächen von Krankenhäusern und deren Partner im Hinblick auf unterschiedliche Risiken und Szenarien und leitet hierüber erforderliche Maßnahmen und Prozesse ab, um eine höhere Resilienz des Netzwerks zu erreichen, in welchem das Krankenhaus agiert.

Klarheit („clarity“)

Die Transparenz von Prozessen in einem Netzwerk ist im Notfall entscheidend für eine reibungslose Durchsetzung von Maßnahmen, vor allem in kritischen Situationen. amanzii unterstützt und fördert Vertragsabwicklungen von Krankenhäusern und deren Kooperationspartnern, wie zum Beispiel die Zusicherung von Liefergarantien durch Krankenhauszulieferer. Ein stetig aktuelles Vertragsgeschäft verbessert die Kommunikation aller Beteiligten untereinander und stärkt die Bindung zwischen dem Krankenhaus und dessen Partnern.

Anpassungsfähigkeit und Agilität („agility“)

Die Resilienz eines Unternehmens wird durch regelmäßige Reviews des Resilienz-Konzepts mit seinen Prozessen und Audits, die unter anderem Kooperationspartner miteinschließen und überprüfen, erweitert und verbessert. Nach der Überarbeitung der Reviews können Maßnahmen und Prozesse, zum Beispiel die Verbindung zu Vertragspartnern aktualisiert werden. Die regelmäßige Anpassung fördert die Handlungsfähigkeit und Agilität von Krankenhäusern im Hinblick auf ein sich stetig veränderndes Umfeld.

Lawrence, Kirk (2013): Developing Leaders in a VUCA Environment. Whitepaper UNC Executive Development 2013. UNC Kanal-Flaggler Business School. Chapel Hill
Linkov, Igor und Trump, Benjamin D. (2019): The Science and Practice of Resilience., 1. Auflage, Cham, Schweiz: Springer